Was ich beim alleine reisen über mich gelernt habe

Wer mir auf Instagram folgt, hat es ja sicher mitbekommen: ich war letzte Woche (wieder) in Wien und ich war (wieder) alleine unterwegs. Alleine reisen scheint so ein neues jährliches Ritual zu werden, und ich muss sagen, dass es wieder den Effekt hatte, den ich mir so gewünscht habe. Mal wieder Zeit zu haben, zum Reflektieren, zum Nachdenken, über mich und über meine Situation . Und damit ich diese Erkenntnisse nicht direkt wieder verliere, halte ich sie einfach mal hier fest!


Gerne alleine zu sein ist nichts Schlimmes

  • Ich bin weder super kontaktscheu, noch brauche ich ständig Leute um mich. Manchmal genieße ich einen tollen Smalltalk zwischendurch, aber manchmal möchte ich einfach ganz bei mir sein. Mir wurde lange eingetrichtert, dass das irgendwie „falsch“ ist, und es wichtig ist, ständig neue Leute zu treffen, offen zu sein und so viel es geht zu „unternehmen“ und unterwegs zu sein – mit anderen. Versteht mich nicht falsch, es ist toll, neue Menschen kennen zu lernen. Aber genauso toll ist es, auch mit sich alleine sein zu können. Und manchmal ist es genau das Richtige, abzusagen und sich einen Tag oder Abend für sich zu nehmen.

Pausen sind nicht nur gut, sondern notwendig

  • Es fällt mir schwer, Pausen zu machen. Aber sie tun mir so gut! Ich bin allgemein eine relativ energiegeladene Person. Ich mache jeden Tag Sport, ich gehe alle Strecken eigentlich zu Fuß und das tue ich alles sehr gerne. Aber irgendwie habe ich es etwas verlernt, einfach mal zu ruhen. Und das ist so unfassbar wichtig. Ich habe im Urlaub gemerkt, wie gut es tun kann, einfach mal zu liegen. Ohne etwas zu tun. Einfach nur durchatmen, spüren wie der Körper sich entspannt und wirklich mal gar nichts tun.

Alleine reisen macht mich kreativer

  • Apropos gar nichts tun: Die besten Ideen kommen mir, wenn das Handy weg ist. Ich habe gemerkt, dass ich oft meine eigene Kreativität und Ideenfindung blockiere, indem ich im Handy versinke. Oft kommen mir die besten Einfälle, wenn ich einfach spazieren gehe, ohne aufs Handy zu schauen. Richtig kreativ wurde ich übrigens im Flugzeug, als das Handy zwangsweise offline war und ich einfach mal nur nachdenken konnte. Daraus entsteht bei mir tatsächlich ein richtiger Tatendrang und eine Planungslust.

Wir könnten alle lieber zueinander sein

  • Ich mache zu selten Komplimente, dabei hätte ich so viel zu sagen – und man kann damit so viel Gutes tun. Obwohl ich alleine unterwegs war, bin ich natürlich auf ein paar neue Leute gestoßen und habe unfassbar liebe Menschen kennen gelernt. Und sie das auch einfach mal wissen lassen. Oft sind wir viel zu sparsam mit Komplimenten. Warum? Vielleicht nur aus eigener Unsicherheit. Aber wenn mir jemand Fremdes ein ehrliches und nettes Kompliment macht, kann das oft meinen gesamten Tag retten. Und ich möchte dieses gute Gefühl auch viel öfter an andere weitergeben!

Ich habe insgesamt wieder festgestellt, wie gut mir das Alleine Reisen tut. Irgendwie hilft es mir, mich viel näher bei mir zu fühlen. Darauf zu hören, was ich wirklich möchte, worauf ich Lust habe. Das geht im Alltag oft unter. Aber wenn  man einfach mal freie Zeit für sich hat und dazu die Freiheit, sie so zu gestalten, wie man wirklich möchte, ohne Rücksicht auf andere – das hat mich irgendwie zu meiner Intuition zurück geführt. Ich kann es nur jede*m empfehlen.

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