Selbstfindung: „du musst doch wissen, was du willst“

Es gibt wohl kaum ein Thema, das so sehr jede/n von uns betrifft wie die Selbstfindung. Und alle scheinen eine Meinung dazu zu haben. Und das nicht nur in Bezug auf die eigene Person, sondern auch für andere.

„Was willst du mal machen?“, „Du kannst dich wohl einfach nicht entscheiden!“, „Irgendwann wirst du auch ankommen“, „Du weißt wohl nicht, was du willst“ – egal ob es um das Studium, Beruf, Wohnort, Sexualität, Beziehungskonzepte, das eigene Äußere, Ernährung, Interessen und Hobbies oder auch Einstellungen und Werte geht. Irgendwie wird von Außen erwartet, dass man sich festlegt. Und genau das weigere ich mich, zu tun.

Selbstfindung ist ein Weg und kein Ziel

Es gibt für mich nicht nur einen richtigen Weg. Das heißt nicht, dass ich mich einfach nicht entscheiden kann, sondern dass man es vielleicht manchmal auch nicht muss. Wir sind mit so unendlich vielen Optionen und Möglichkeiten konfrontiert- und das in jedem Bereich unseres Lebens. Wieso sollte es dann die Norm sein, sich festzulegen? Für mich ist Selbstfindung viel mehr ein Weg, als ein Ziel. Vielleicht gibt es kein Ankommen, vielleicht laufen wir immer weiter und vielleicht ist das okay.

„Man kann halt nicht alles haben“- kann man nicht?

Was ist eigentlich so falsch daran, alles zu wollen? Wir haben nur dieses eine Leben und wieso sollte ich eine klare Richtung einschlagen, wenn es so viele gibt? Für mich erschließt sich dieses Konzept nicht, das klingt nach Sackgasse. Das heißt nicht, dass ich keine Verantwortung übernehmen kann, dass ich nicht bereit bin, für etwas einzustehen- ganz im Gegenteil. Ich bin nur offen dafür, auch neue Perspektiven zu sehen und zuzulassen. Und ich finde das sollten wir alle ein bisschen üben: Toleranz gegenüber den Meinungen anderer. Denn im Endeffekt wollen wir alle nur eins: glücklich sein. Und dafür gibt es bestimmt nicht das EINE perfekte Rezept, sondern eine bunte Mischung aus der jede(r) wählen muss, was für ihn/sie funktioniert!

(Die Fotos sind übrigens bei meinem Aufenthalt im Breeze Amsterdam entstanden- das erste Zero Energy Hotel! Eine Herzensempfehlung meinerseits!)

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