Meine persönlichen Glücksbringer: über die kleinen Dinge

Sich über Erfolge zu freuen, das fällt den meisten relativ leicht. Aber ich habe gemerkt, dass das für mich persönlich eine Gefahr mit sich bringt: nämlich bei „Stillstand“ in Frustration zu verfallen. Ein bisschen unzufrieden zu werden, wenn gerade kein Ziel vor Augen liegt oder ich das Gefühle habe, länger nichts „erreicht“ zu haben- selbst wenn es vielleicht gerade gar nichts zu „erreichen“ gab. Und wenn man sich nur noch erlaubt, sich glücklich zu fühlen, wenn man „erfolgreich“ war, dann wird es schwierig. Denn natürlich ist es gut, sich weiter entwickeln zu wollen, an sich zu arbeiten und auch über sich hinaus zu wachsen. Aber man darf auch mal zufrieden sein. Einfach so. Ohne besonderen Anlass.

Und weil das bei mir manchmal etwas in Vergessenheit gerät, habe ich in der letzten Zeit mal den Fokus ein bisschen darauf gelegt, was mich eigentlich sonst so glücklich macht. Nichts besonderes, keine „Meilensteine“, keine großen Events oder Urlaube oder Materielles. Sondern Kleinigkeiten. Augenblicke. Alltagsmomente. In denen mein Herz ein bisschen aufgeht und warm wird und ich mich irgendwie einfach- gut fühle. Diese kleinen Glücksbringer möchte ich mit euch teilen 🙂

(Ich habe einen ähnlichen Artikel schon mal geschrieben, aber ich finde es immer wieder so wichtig, sich das vor Augen zu führen)

Abend-und Morgenroutinen

Das ist irgendwie ein ziemlich klischeehaftes Thema. Aber vielleicht auch nicht ohne Grund. In letzter Zeit habe ich die Zeit vor dem Schlafen gehen und nach dem Aufwachen irgendwie viel bewusster wahrgenommen. Am offenen Fenster gelegen und einfach kurz den Gedanken freien Lauf gelassen. Morgens meine Tasse Kaffee etwas mehr zelebriert als sonst. Das Handy mal zur Seite gelegt. Das klingt alles etwas abgedroschen, aber es hat mir wirklich gut getan und viel gegeben. Ich schlafe besser und ich starte auch besser in den Tag.

Musik hören und nicht nur laufen lassen

Ich höre sonst sehr oft einfach beim Training nebenbei Musik, oder beim Auto fahren, oder auf dem Weg irgendwohin. Meistens die gleichen alten Lieder, sie dudeln eh mehr nebenbei. In letzter Zeit habe ich aber mal wieder wirklich bewusst Musik gehört. Besonders die Feelgood Indie Playlist von Spotify hat es mir irgendwie total angetan. Das war so ein Mood Booster die letzten Wochen. Und ich habe endlich mal wieder ein paar neue Lieder entdeckt, was mir sonst immer schwer fällt (…wenn man halt normalerweise die gleiche Liste seit Jahren wiederholt).

Good Food, Good Mood

Dass sich gutes Essen auf die Laune auswirkt, ist nichts neues. Aber auch hier ging es die letzten Wochen vor allem um das Bewusstsein. Dass ich mir Zeit nehme, mir etwas leckeres zu machen. Ich werde nie jemand sein, der sich groß etwas kocht. Aber es mir zumindest zu „gönnen“ mir mal in Ruhe etwas zuzubereiten. Und wirklich zu essen und zu genießen und nicht nur neben der Arbeit schnell satt zu werden. Zu gucken, was mir wirklich schmeckt und gut tut. Das habe ich etwas verlernt und war lange fest gefahren auf dieselben paar Lebensmitteln. Aber ich arbeite gerade so stark daran und es fühlt sich sehr gut und richtig an.

Zuneigung geben und nehmen

Ich bin sehr gerne alleine. Das war schon immer so. Und das finde ich auch nicht schlimm. Aber es tut auch so gut, zu wissen, dass man nicht einsam ist. Zuneigung, egal in welcher Form, ob körperlich oder einfach liebe Worte, ein gutes Gespräch. Wertschätzung jeder Art ist so ein Balsam für die Seele. Das muss ich mir auch immer wieder eingestehen, wenn ich denke, dass ich gut allein zurecht komme. Ja, das tue ich, aber das bedeutet nicht, dass es mir nicht auch unglaublich wichtig ist, Liebe zu geben und zu nehmen. Und dass das keine Schwäche ist, sondern Stärke.

Foto Credits (Beitragsbild&Portrait unten) gehen an die liebe Eva <3

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